Sich vergleichen

Ob in sozialen Netzwerken, mit Menschen, die wir nur von ihren perfekten Bildern und Videos kennen, oder mit Menschen, die uns im Sportverein oder der Ausbildungsklasse treffen – wir vergleichen uns ständig!
Vergleichst du dich auf- oder abwärts?
Die meisten Vergleiche machen uns unzufrieden: Warum kann der das viel besser? Warum sieht sie so viel besser aus? Das nennt man Aufwärtsvergleich. Manchmal tut es aber auch gut zu merken: Ich bin besser in etwas als jemand anderes. Das wäre dann ein Abwärtsvergleich.
Wir haben eigentlich keine Ahnung!
In Wirklichkeit fehlen uns ganz oft Informationen, um uns wirklich zu vergleichen. Wir kennen nie das ganze Leben eines Menschen:
- Vielleicht kann jemand besonders gut skaten, hat dafür aber auch schon 100 Stunden mehr geübt.
- Vielleicht sieht jemand auf Social Media extrem gut aus, in Wirklichkeit sind die Bilder aber alle bearbeitet
- Vielleicht scheint es, als hätte jemand ein perfektes Leben, aber dass es der Person eigentlich psychisch gar nicht gut geht, zeigt sie nicht in der Öffentlichkeit.
Vergleich dich mit dir selbst!
Was ein viel besserer Vergleich ist, ist der mit dir selbst! Du entwickelst dich auf deinem eigenen Weg immer weiter. Wie ein Charakter in einem Videospiel. Du bist kein NPC, sondern die Hauptfigur in deinem Leben. Schau doch einmal zurück – Worin bist du heute viel besser als früher?
Du kannst dir zum Beispiel folgende Fragen stellen:
- Was habe ich in den letzten Wochen dazugelernt?
- Womit war ich früher (zum Beispiel in der 7. Klasse) unsicher – und gehe heute viel lockerer um?
- Was hat mir letztes Jahr Angst gemacht – und fühlt sich jetzt ganz normal an?
- Wann war ich das letzte Mal stolz auf mich – und warum?
- Welche Entscheidung habe ich getroffen, die gut für mich war?
- Wofür habe ich super viel geübt und sehe mittlerweile das Ergebnis meines Trainings?
Im nächsten Kapitel geht es darum, wer dich auf deinem Weg unterstützen kann: „Du bist nicht allein!“

