Schein oder Sein?

Du wirkst selbstbewusst – aber innerlich fühlst du dich unsicher. Du lachst mit, obwohl du dich gerade fehl am Platz fühlst. Du tust so, als wäre alles easy – weil du nicht zeigen willst, dass dich gerade etwas überfordert.
Kommt dir das bekannt vor? Viele Menschen verstecken ihre Unsicherheit hinter einer starken Fassade. Das ist okay – und manchmal auch hilfreich.
Fake it till you make it
So zu tun, als ob man etwas schafft, kann tatsächlich helfen, über sich hinauszuwachsen. Du nimmst zum Beispiel eine Aufgabe an, obwohl du noch gar nicht weißt, ob du das kannst. Du tust nach außen hin, aber erstmal so, als wäre das gar kein Problem für dich.
Aber sei Vorsichtig mit Masken!
Du solltest dich nicht immer und überall hinter einem starken Lächeln verstecken müssen! Dann fühlst du dich vielleicht irgendwann leer, erschöpft und hast Angst, dass jemand merkt, dass du hinter deiner Fassade unsicher und verletzlich bist.
Der gesunde Weg dazwischen
Du darfst unsicher sein! Du darfst dich so zeigen, wie du wirklich bist!
Du darfst aber auch entscheiden, in welchen Situationen du dich verletzlich zeigen kannst und wo du lieber eine Maske zum Schutz aufsetzen möchtest. Nicht jede Gruppe muss alle deine Seiten kennen. Es ist normal, dass Arbeitskolleginnen und -kollegen andere Seiten von dir kennen, als deine Familie oder Freundinnen im Sportverein.
Frag dich doch mal selbst:
- In welchen Momenten trage ich eine Maske – und warum?
- Was würde passieren, wenn ich ein bisschen mehr von meinem echten Ich zeige?
- In welchen Gruppen kann ich ganz ich selbst sein?
Jetzt geht es weiter mit dem Kapitel „Stärken einsetzen“.

