Miete und Nebenkosten

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Die Kaltmiete (abgekürzt KM) ist die so genannte Grundmiete ohne die Kosten für Heizung, Wasser, Müllabfuhr und andere Nebenkosten.
In der Warmmiete (abgekürzt WM oder KM + NK) sind diese Nebenkosten bereits enthalten. Kaltmiete und Nebenkosten müssen im Mietvertrag stehen. Es ist gesetzlich festgelegt, dass die Kaltmiete nicht mehr als 20% über der ortsüblichen Vergleichsmiete, dem Mietspiegel, liegen darf. Den erfährst du beim Amt für Bau- und Wohnungswesen oder über www.immopilot.de > Mieter. Was über diesen 20% liegt, müssen Mieter nicht bezahlen und zu viel bezahlte Miete kann sogar noch nachträglich zurückverlangt werden.

Nebenkosten: Das sind im Wesentlichen Kosten für Heizung, Strom, Wasser, Müllabfuhr, Grundsteuer, Gebäudeversicherung, Hausreinigung, Aufzug, Beleuchtung, Gartenpflege, Schornsteinreinigung, Hauswart und Gemeinschaftsantenne. Die Nebenkosten werden für jeden Haushalt einzeln abgerechnet. Du zahlst deine Nebenkosten monatlich zusammen mit der Kaltmiete. Der Vermieter muss einmal im Jahr eine genaue Verbrauchsabrechnung vorlegen und eventuell zu viel bezahlte Nebenkosten zurückzahlen. Sind die Nebenkosten sehr gering veranschlagt, kann es auch passieren, dass dich am Ende des Jahres eine Nachzahlung erwartet.

Allerdings sind nicht alle abgerechneten Nebenkosten auch erlaubt. Kosten, die nicht in die Nebenkostenabrechnung gehören: Verwaltungs- und Reparaturkosten, Mietausfall- und Umweltschäden, Versicherungen außer der Gebäudeversicherung, Pförtner- oder Überwachungskosten, wenn nicht ausdrücklich vereinbart.