The MAGIC of PADDY alias Patrick, 18 Jahre, Zauberer und 3. Lehrjahr als Bankkaufmann

Traumberuf oder Notlösung?
Zaubern ist der totale Traumberuf. Es fördert meine Kreativität und ich stehe immer wieder vor den Grenzen der Realität. Gerade in meiner Sparte der Zauberei, der Bühnenmagie und der Großillusion sind neue Ideen und Perfektion notwendig. Ich freue mich, wenn meine Illusionen die Zuschauer so zum Grübeln bringen und sie nicht wissen, ob das was sie sehen Realität oder Illusion ist.

Wie sieht dein Tag als Zauberer und Bankkaufmann aus?
Im Moment absolviere ich eine Berufsausbildung zum Bankkaufmann, da bin ich tagsüber sehr eingespannt. Wenn die anderen abends zuhause sind und sich ausruhen können, arbeite ich im Büro, erstelle Angebote, schreibe Verträge etc. Anschließend beginne ich mit meinem täglichen Training, Jonglieren, Manipulation oder einfach nur stundenlang überlegen, wie man einen Effekt in die Realität umsetzen kann. Manchmal bin ich auch Ewigkeiten mit dem Bau oder dem Einstudieren von neuen Zauberkunststücken beschäftigt, da ich in meinen Programmen hauptsächlich selbst erfundene Effekte präsentiere oder mit klassischen Illusionen kombiniere.

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Die größte Überraschung
Ist immer wenn ich etwas neues das erste Mal vor Publikum präsentiere.
ch bin sehr gespannt auf die Reaktion der Zuschauer. Als Zauberkünstler kann ich solche Effekte leider nicht mehr objektiv betrachten. D.h. ich kann von einem Effekt total begeistert sein und die Zuschauer finden das langweilig. Oder anders rum – das verwirrt mich dann am meisten. 

Deine Lieblingsaufgabe
An neuen Sachen arbeiten, die auch für andere Zauberkünstler und Artisten beeindruckend sind, den Zuschauern Dinge zeigen, die sie noch nie gesehen haben.

Welche Kröten musst du schlucken?
Wenig Freizeit, tagsüber in der Bank, abends trainieren und am Wochenende auftreten.
Man muss sehr hart trainieren, viel Geld investieren und vielleicht ein bisschen verrückt sein, um das durchzustehen und wirklich gut zu sein.
Das kann man auch nicht von heute auf morgen machen. Nur die jahrelange Praxis machen einen Artisten gut. Es gehört mehr dazu als einen Zaubertrick vorzuführen. Ich trete seit ungefähr zehn Jahren auf und bin jetzt 18 Jahre alt.

Ohne was geht es nicht?
hne das richtige Equipment, die nötige Lebenseinstellung und die Liebe zur Show. Man muss verträumt sein und vor allem daran glauben. Schauspielerisches Talent ist die oberste Grundlage und man darf auch keine Angst vor dem Publikum haben. 

Wie viele Bewerbungen hast du geschrieben?
Eine Berufsaubildung im üblichen Sinne nicht. Ich mache es einfach!

Dein Bewerbungstipp?
Üben Üben Üben.

Bald steinreich? Wie hoch ist der Monatsverdienst?
Man kann schon Geld verdienen, aber reich wird man damit nicht so schnell. Das Equipment ist verdammt teuer und man muss sehr viel investieren. Das darf man auch nicht wegen dem Geld machen. Man muss es aus Überzeugung machen. Das Geld ist der positive Nebeneffekt. Aber auch das bekommt man nur, wenn man gut ist. 

Und nach der Ausbildung?
Es gibt gar keine Ausbildung. Man muss es sich selber aneignen oder man findet einen Lehrmeister. Das ganze beruflich zu machen, ist sehr riskant, hart und in der derzeitigen wirtschaftlichen Lage kein Zuckerschlecken.
Eine Kombination aus fester Anstellung mit festem Gehalt in einem staatlich anerkannten Beruf mit abgeschlossener Berufsausbildung und der künstlerischen Tätigkeit ist am besten. Deshalb bin ich tagsüber „Banker“ und abends Zauberer. Selbstverständlich ist es für jeden Künstler ein Traum, das ganze hauptberuflich zu machen. Doch das ist ein langer Weg mit vielen Hürden und man muss sehr stark sein und auch mal mit weniger Geld auskommen. Man hat halt kein festes Gehalt, sondern einmal mehr und einmal weniger.

The MAGIC of PADDY im Netz: www.magicpaddy.de 

Steckbrief Zauberer/-in
Für Zauberer gibt es keinen offiziellen Ausbildungsweg. Manche suchen sich eine/-n Lehrmeister/-in, andere bringen sich die Kunststücke selber bei. Wer davon mal leben will, muss aber sehr viel mehr können als nur zaubern. Professionelle Zauberkünstler müssen auch was von Betriebswirtschaft, Marketing und Bühnentechnik verstehen.